Völlig neu ist für uns der Osten Namibias. Bei unseren vergangenen Reisen wurde dieser Teil Namibias immer als schlecht erschlossen und sehr einsam beschrieben. Das hat sich, auch nach der Grenzöffnung Richtung Botsuana etwas geändert, es bleibt aber mühselig dort hinzukommen.
Vom Waterberg geht es also fast kerzengerade und einsam auf staubigen Wellblech-Pisten Richtung Osten. Wir werden kräftig durchgeschüttelt, die Stoßdämpfer glühen, bis wir in dem kleinen staubigen Tsumkwe nach Norden in den Khaudum Nationalpark abbiegen. Wir werden freudig von einer Rangerin am Gate empfangen, selbstverständlich sind alle Camps frei, wir sind die einzigen Camper die den Weg hierher gefunden haben. Noch bevor wir uns im Camp Sikereti einrichten, fahren wir noch die umliegenden Wasserlöcher an. Auch dort herrscht Einsamkeit, ein Strauß, ein paar Pferdeantilopen und Kudus, zwei Elefanten und ein los vibriertes Trittbrett sind die Ausbeute für 2 Stunden „Game-Drive“.
Im Camp werden wir mit einer warmen Dusche verwöhnt, man heizt für uns das „Donkey“ an: zwei übereinander befestigte ausrangierte Gasflaschen. In die untere Gasflasche, die Brennkammer, wurde ein Loch geschnitten in dem ein wenig Holz verbrannt wird, die obere Gasflasche dient als Boiler. Einfach und „Off-Grid“ wie man so schön sagt.
Der Ranger im Camp berichtet uns von den südlich von Tsumkwe gelegenen Naye-Naye-Pans auf denen zurzeit eine Menge Flamingos zu sehen sind. Dort fahren wir am nächsten Tag hin und verbringen eine erholsame Nacht unter einem riesigen Baobab-Baum. Der Platz um den Baum wird von einer kleinen Dorfgemeinschaft als Campingplatz betrieben, man kümmert sich rührend um uns mit einem Bündel Feuerholz und einem kleinen Verkaufsstand selbst gemachter Armbänder. Wir nehmen von beidem und füttern noch zwei abgemagerte Hunde durch.
Ab sofort versuche ich es wieder mit dem Vloggen, hier ein erster Versuch quick and dirty:













