Der Odzala-Kokoua Nationalpark wird der nördlichste Punkt unserer Reise bleiben, wir machen einen U-Turn und es geht jetzt wieder gen Süden. Viel Auswahl als auf der gleichen Strecke wieder zurück zu fahren gibt es im Congo leider nicht. Wir überqueren wieder den Äquator, dieses Mal halten wir sogar an und entdecken ein kleines Denkmal auf einem kleinen Kreisverkehr. Warum das da steht und nicht auf dem geografischen Äquator bleibt eines der vielen Rätsel Afrikas.
Wir schauen noch am Lac Bleu vorbei und staunen über die faszinierende Landschaft und noch mehr über den Weg dorthin der wieder zu Diskussionen darüber führt, ob man da jemals wieder raus kommt. Wir dürfen beim Ranger übernachten, der uns, zum Glück nach dem Frühstück, seine in Ethanol eingelegten Käfer, Spinnen und sonstigen Krabbeltiere zeigt und freuen uns über den heftigen Regen in der Nacht, der ein bisschen Abkühlung bringt.
Bei Jan verbringen wir nochmal zwei Nächte, lassen unsere Wäsche waschen und Obelix bekommt auch ein bisschen Pflege. Nach der zweiten Nacht starten wir früh um im Best Case die Grenze nach Cabinda und die Grenze in die Demokratische Republik Congo zu schaffen. Das wird leider nichts, an der ersten Grenze brauchen wir alleine 5,5 Stunden und die nächste schließt bereits wieder um 16:00 Uhr.
Das Grenz-Procedere ist in mehrfacher Hinsicht nichts für Freunde klaren Verstands, weil wir dieses Mal z.B. bei der Ausreise aus dem Congo einen umfänglichen Gesundheits- und Finanzcheck durchlaufen. Dass das bei der Ausreise wichtig sein soll kann man uns zwar wortreich erklären, nicht aber den Sinn. Warum wir bei der Einreise nach Cabinda vor 3 Wochen das Carnet de Passage für die Einfuhr eine Autos verwenden konnten, was genau 5 Minuten dauert, diesmal aber das Auto formvollendet importieren mussten (3 Stunden) verstehen weder wir noch der gleiche Zollbeamte der den gleichen Vorgang vor drei Wochen bearbeitet hat. Wir hoffen also am nächsten Tag die beiden Grenzen Cabinda-DRC und DRC-Angola zu schaffen, aber auch das wird wieder nichts, viele große Bücher werden befüllt, x Formulare ausgefüllt, Kopien gezogen, Fotos geschossen, ausfühliche Begründungen verlangt, warum wir keine Hotelbuchungen vorweisen können, keine angolanische oder congolesische Telefonnummer oder E-Mail Adresse haben, warum in unseren Pässen nicht der Name von Vater und Mutter stehen, warum wir ein großes „B“ im Namen tragen, warum unsere Impfpässe gelb und das Nummernschild am Dach befestigt sind. Jede dieser unaufklärbaren Tatsachen sind durch unterschiedliche „Chiefs“, „Kommandanten“ und Vorgesetzte zu klären, die immer gerade nicht da, auf jeden Fall aber vielbeschäftigte Leute sind. Wir dürfen also noch eine Nacht in einem alten Steinbruch in der DRC verbringen.
Genug gejammert, wir sind freiwillig hier und es wird Zeit für ein Summery über den Congo, der für uns vor wenigen Monaten noch unerreichbar schien: er wird uns in Erinnerung bleiben! Die vielen lachenden Menschen, die vielen winkenden Kinderhände, das Chaos in den Städten und Dörfern, die Gorillas, die in unseren Augen große Armut eines Landes auf das die Menschen die dort leben sehr stolz sind, die Neugierde, die Hilfsbereitschaft, der Dschungel und die großen weiten grünen Hügel. Das hat uns gefallen und beeindruckt und war jeden Kilometer, Grenzübergang und Moskitostich wert hier her zu kommen.





















