Ganz langsam kommt die Reise-Routine bei uns zurück und die Dinge die wir täglich im Auto suchen bekommen Orte, wo wir sie auch beim zweiten Mal sicher wieder finden. Wir haben in Summe 19 Staufächer im Obelix, jedes davon hat einen Namen und das größte heißt „Keller“. Jeder der einen Keller hat weiß, dass es besser wäre keinen zu haben.
Das Reisen selbst ist in Namibia im Moment noch Nebensache. Unsere Verabredungen mit alten Reise-Buddys sind das eigentliche Highlight und beansprucht uns Tag und Nacht. Einen besonderen Abend verbringen wir auf „Glücksland“ einer Farm von Markus, der südlich von Windhoek dort sein Glück gefunden hat. Lagerfeuer-Geschichten, Overlander-Latein und der Erfahrungsschatz von Markus über Namibia wecken langsam unser Reisefieber und unsere Neugierde auf das was kommt.
Erst einmal checken wir mitten in Windhoek im „Urban Camp“ ein. Das gab es bei unseren zahlreichen Windhoek-Aufenthalten bisher nicht und wir freuen uns über wirkliches Glamping mitten in der Stadt. Abends geht es in „Joe’s Beerhouse“, eine Institution in Windhoek für alle die gut essen und trinken wollen. Es hat sich nicht geändert, seitdem wir zuletzt vor 10 Jahren dort waren, „Our House Wine Is Jägermeister“ gilt immer noch.
Für den nächsten Tag stand „paperwork“ auf dem Programm: in Windhoek besteht die einzige Möglichkeit die Visa für die demokratische Republik Kongo und die Republik Kongo zu bekommen. Der (französische) Zettelkram beschäftigt uns einen kompletten Vormittag und als wir mit unserem Ordner unterm Arm das Taxi für die Fahrt zu den Botschaften bestellen wollen erfahren wir vom heutigen National-Feiertag: auch gut, jetzt wissen wir wenigstens was wir morgen machen.
Gleich am nächsten Morgen geht es zur Botschaft der DR Congo. Die Empfangsdame ist schlecht gelaunt nach dem gestrigen Feiertag und versteht nicht, warum wir zweimal in ihr Land einreisen wollen, warum wir nur einen Kontoauszug dabeihaben (wir haben ein Gemeinschaftskonto), wir wiederum verstehen nicht, warum sie 10 Minuten braucht um eine falsch gesetzte Tacker-Nadel wieder zu öffnen oder sich bei passender Gelegenheit 10 Minuten Zeit nimmt ihre Telefonschnur zu entzwirbeln um nicht immer mit dem Kopf auf dem Apparat zu liegen, weil die Schnur zu kurz ist. Nach einer Stunde sind wir fertig, um 7.000 N$ erleichtert und bekommen in Aussicht gestellt ab nächsten Donnerstag wieder Reisepässe zu haben.
Anders läuft es in der Botschaft der Republik Kongo: ein freundlicher Empfang, kurzer Blick in unsere Anträge, alles fein, wir sollen nächste Woche mit den Pässen vorbeikommen, das Visa gibt es dann „to go“.
Morgen geht es also los, wir fahren mit Walter und Martina in den Osten Namibias. Erstes Ziel: Waterberg.













Ach, wie habe ich diese Bilder und die Reiseberichte vermisst. Für den Toilettengang vorher immer ein Loch zu buddeln, ist aber anstrengend, oder? 🙂
Viele schöne Momente auf Eurem weiteren Weg und zukünftig entspanntere Verwaltungskräfte. 😉
Im Kreisverwaltungs-Referat in München ist es am Ende auch nicht besser
Ich freue mich riesig darüber, wieder mit Euch „unterwegs“ zu sein! Vielen Dank für jede Eurer kurzweiligen Geschichten!
Der Bericht war so lustig , dass meine Mutter so gelacht hat das man das noch im Treppenhaus gehört hat!!!
Viele Grüße euer THEO
Hi Theo,
schöne Grüße an die Mama, und schön, dass du dabei bist!!
Warum nur erinnert mich die Dame in der DR Kongo Embassy so fatal an die Damen und Herren eines anderen“ DR “ Landes? Nur hinterher ist alles lustig und das wünsche ich Euch auch in der Gegenwart. Joess Beerhuose in Windhoeck ist es jedoch unbedingt.