100 Tage

sind wir jetzt unterwegs, in Worten: einhundert! Vor hundert Tagen haben wir die Tür hinter uns zugemacht, sind losgefahren und haben die ersten hundert Kilometer fast nichts gesprochen. Jetzt, 100 Tage später, reden wir wieder miteinander, wir haben uns z.B. gefragt, was wir vermissen oder seit 100 Tagen unnütz mit uns herumschleppen. Wir haben uns das gefragt, was ihr uns oft fragt: geht es uns gut? Eine Zwischenbilanz:

Gesichtetes Wildlife:
Ameisenbär, Nasenbär, Wasserschweine (ganz viele auch direkt an der Straße! Dann allerdings tot.), Jaguare, Kaimane, eine Anakonda (im Jaguar-Maul), Wüstenfüchse, Gürteltiere, Büffel, Strauße die in Südamerika Nandu heißen, Lamas, Alpacas und Vikunias, Fischotter, Wale, Delphine, fliegende Fische und fliegende Vögel wie: Aras, Papageien, Eulen, Kolibris, Wellensittiche, Flamingos und Tukans. Kröten so groß wie Rauhhaardackel und Moskitos/Stechmücken und Bremsen mit Beiß- und Stechwerkzeugen so groß wie das in unserem Fußpflegebesteck.

Mulmige Momente:
Nö! Nicht einmal!

Heimweh-Momente:
Telefonieren mit Daheim!

Pannen:
Eine: Die Batteriehaltung hatte sich los vibriert.

Was wir vermissen:
Familie, Freunde, Charly, unser Föhl in Neu-Isenburg, Spezi und Brot bei dem man beim Essen an Brot denkt

Best Part:
Die Schüttelpumpe und der Milchschäumer für Rainers 4×4-Kaffee am Morgen

Unnützester Gegenstand:
Dunja (Achtung!): meine Handtaschen!
Rainer: Dunjas Handtaschen!

Beste Apps:
„Skype to Phone“ um mit Zuhause zu telefonieren und „iOverlander“

Bestes Bier:
„Real“, der Name ist Programm: wenn man ganz viel davon trinkt, glaubt man was man sieht.

Bestes Essen:
Francesco unser Schiffskoch auf der Yacht die uns von Hamburg nach Montevideo gebracht hat bleibt die Nummer eins.

Bester Kumpel:
Obelix! Manchmal steht er abends da wie ein geschlagener Hund. Dreckig, abgekämpft, müde, mit zitternden Dämpfern, zerschundenen Reifen und glühendem Kühler. Wenn wir den nicht hätten….

Glücks-Momente:
In 100 Tagen ca. 300! Einen jeden Morgen beim Aufstehen, Einen Abends beim Einschlafen und den dazwischen.

Kohle:
Wir schreiben jeden Cent auf, den wir ausgeben. Im Moment liegen wir noch leicht über unserem Budget. Das liegt v.a. an unserer Reisegeschwindigkeit – wir sind zu schnell unterwegs, weil wir unsere Route ständig ändern oder ändern müssen, um gerade in Bolivien den Straßenblockaden aus dem Weg zu gehen. „Tanken“ ist der Haupt-Kostenfaktor.

Unsere Zwischenbilanz heißt: wir machen weiter! Nochmal 100 Tag bis zur nächsten. Wir haben immer noch unsere Verabredung mit Ushuaia an Weihnachten. Und: uns geht es gut!!

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