Brasil: nice to meet you

Gestern haben wir Brasilien verlassen, wir machen jetzt Urlaub in Bolivien. Eines ist sicher: wir kommen wieder. Das liegt einmal an der Größe des Landes, zum anderen an den Menschen und der entspannten Stimmung hier. Es gibt noch so viel zu entdecken in Brasilien und es gibt so etwas wie Liebe auf den ersten Blick. Die Brasilianer haben es uns wirklich leicht gemacht in Südamerika anzukommen und sich wohl– und willkommen zu fühlen. Wir haben viele Menschen kennengelernt, die uns in Erinnerung bleiben werden: Anita und Nelson, die uns ihr Wohnzimmer überlassen haben, weil sie uns nicht im Regen stehen lassen wollten, Kaka und Elo, die ihren Garten zu einem Campingplatz umfunktioniert haben, Aliton, der uns einen Vortrag über das Ökosystem im Pantanal gehalten hat, Dr. Fabio, den wir mit seinem Auto aus einem Flussbett gezogen haben, Barbesitzer, die uns ihren Hund als Wache überlassen haben, als wir an ihrer Strandbar übernachtet haben und all den Anderen die wir kennenlernen durften. Für die wir einfach immer Amigos waren, ob für zehn Minuten an der Tankstelle oder für einen Abend in ihrem Zuhause.
Immer wieder spannend finden wir auch die nun häufiger werdenden Begegnungen mit anderen Reisenden, für uns als Anfänger Lehrstunden: über das Leben auf der Straße, Tipps und Tricks zu Zielen in Südamerika, Leidensgeschichten über gebrochene Achsen und Stoßdämpfern und Geschichten über das Leben vor dem Reisen, das es gilt zurückzulassen. Das kling nicht immer glücklich, ist aber manchmal das Verbindende unter den „Overlandern“ – oder das was uns von ihnen (noch?) unterscheidet.
Was Dunja und mich verbindet: Beton. Entweder ihn in die richtige Form zu bringen oder viel davon ver- oder einzukaufen. Also müssen wir den größten Staudamm der Welt, den Itaipu besichtigen und wir beide wissen: so viel davon haben wir noch nie gesehen. Wir fahren mit einem Bus eine Stunde hinter und auf dem Damm und bekommen eine Vorstellung davon was hier entstanden ist. Es ist eine Promotion-Tour der Betreiber für Umweltschutz und wir werden gebeten, diese positive Energie mitzunehmen auf unsere Reise. Kein Wort vom größten Korruptionsprojet in der Geschichte Brasiliens und Paraguays und zehntausenden Menschen, denen man ihre Heimat genommen hat, als ihre Dörfer in einem gigantischen Stausee untergingen.


Was wir schon vor der Reise auf dem Zettel hatten war natürlich das Pantanal. Ein Naturspektakel mit außergewöhnlicher Flora und Fauna, schwierig zu bereisen und sich dort zu bewegen. Ein Schwemmland in dem v.a. die letzten Jaguare Südamerikas zu Hause sind. Man kann es abkürzen, es war spektakulär: die Anreise über mehr als 120 Brücken und eine Tour über den Rio Piquiri mit Jaguaren und dem entsprechenden Jaguar-Futter, hautnah und einer besonderen Perspektive vom Boot aus. Wir lassen Bilder sprechen:

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